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Was bedeutet es, wenn weiße Blutkörperchen zu wenig sind?

Lukas Fuchs vor 1 Tag in  Gesundheit 3 Minuten Lesedauer

Eine niedrige Anzahl an weißen Blutkörperchen kann auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen. In diesem Artikel erkunden wir die Bedeutung und die möglichen Ursachen einer zu geringen Anzahl an weißen Blutkörperchen sowie die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

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Was sind weiße Blutkörperchen?

Weiße Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, spielen eine entscheidende Rolle im Immunsystem. Sie helfen, den Körper gegen Infektionen und Krankheiten zu schützen. Eine gesunde Anzahl von weißen Blutkörperchen ist entscheidend für das Wohlbefinden, da sie für die Abwehr von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern verantwortlich sind.

Was bedeutet 'zu wenig weiße Blutkörperchen'?

Wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen unter den normalen Bereich fällt, spricht man von Leukopenie. Der normale Wert für Erwachsene liegt zwischen 4.000 und 10.000 weißen Blutkörperchen pro Mikroliter Blut. Eine Zahl unter 4.000 kann auf eine Störung hinweisen, die eine genaue Untersuchung erfordert.

Ursachen für zu wenige weiße Blutkörperchen

Es gibt mehrere mögliche Ursachen für das Vorhandensein zu weniger weißer Blutkörperchen, einschließlich:

  • Knochenmarkstörungen: Erkrankungen wie Leukämie oder aplastische Anämie können die Produktion von weißen Blutkörperchen beeinträchtigen.
  • Autoimmunerkrankungen: Erkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis können die Anzahl der Leukozyten verringern.
  • Medikamenteneffekte: Bestimmte Medikamente, insbesondere Chemotherapeutika, können die Produktion von weißen Blutkörperchen hemmen.
  • Virale Infektionen: Einige Virusinfektionen können die weiße Blutkörperchenzahl mindern, weil sie die Produktion blockieren oder die Leukozyten zerstören.
  • Mängelernährung: Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Vitamin B12, Folsäure oder Kupfer kann ebenfalls zu einer Verringerung der Leukozyten führen.

Symptome einer niedrigen Anzahl von weißen Blutkörperchen

Oft treten bei einer niedrigen Anzahl von weißen Blutkörperchen keine spezifischen Symptome auf. Vor allem wenn die Leukopenie leicht ist. In schwereren Fällen können jedoch folgende Symptome auftreten:

  • Vermehrte Infektionen
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Schwäche oder Müdigkeit
  • Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse
  • Wunden, die nicht heilen

Diagnose und Tests

Um die Ursache für zu wenig weiße Blutkörperchen zu finden, sind verschiedene Tests erforderlich:

  • Blutuntersuchung: Ein vollständiges Blutbild (CBC) ermöglicht eine Überprüfung der weißen Blutkörperchenzahl.
  • Knochenmarkbiopsie: In einigen Fällen kann eine Biopsie des Knochenmarks notwendig sein, um die Produktion von blutbildenden Zellen zu überprüfen.
  • Bildgebende Verfahren: Röntgen, CT-Scans oder MRTs können hilfreich sein, um andere Ursachen zu identifizieren.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung einer niedrigen Anzahl von weißen Blutkörperchen hängt von der Ursache ab:

  • Medikamenteneinstellung: Falls Medikamente die Ursache sind, kann der Arzt Alternativen in Betracht ziehen.
  • Nahrungsanpassung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, kann die Heilung unterstützen.
  • Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen: Bei autoimmunen Erkrankungen kann eine geeignete Therapie helfen, die Leukozytenzahl zu normalisieren.
  • Stammzelltransplantation: In schweren Fällen, z.B. bei Leukämie, kann eine Stammzelltransplantation erforderlich sein.

Fazit

Weißes Blutkörperchen zu wenig zu haben, kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, insbesondere wenn die Ursache nicht rechtzeitig identifiziert wird. Bei Verdacht auf Leukopenie sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um die zugrunde liegende Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Je früher die Intervention erfolgt, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Genesung.

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