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Trisomie 18: Häufige Fragen und Antworten zu einem seltenen Syndrom

Lukas Fuchs vor 2 Tagen in  Gesundheit 3 Minuten Lesedauer

Trisomie 18, auch bekannt als Edwards-Syndrom, ist eine genetische Erkrankung, die durch das Vorhandensein eines zusätzlichen 18. Chromosoms gekennzeichnet ist. In diesem Artikel beantworten wir häufige Fragen zu Trisomie 18 und beleuchten die Herausforderungen sowie Möglichkeiten, die betroffene Familien haben.

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Was ist Trisomie 18?

Trisomie 18, oder Edwards-Syndrom, entsteht durch eine genetische Anomalie, bei der ein zusätzliches Chromosom 18 vorhanden ist. Dies führt zu einer Vielzahl von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Die Diagnose erfolgt meist durch pränatale Tests.

Wie häufig ist Trisomie 18?

Die Inzidenz von Trisomie 18 beträgt etwa 1 von 5.000 bis 8.000 Lebendgeburten. Das Risiko für Frauen über 35 Jahren steigt jedoch erheblich, was zu mehr diagnostizierten Fällen führt.

Welche Symptome sind mit Trisomie 18 verbunden?

Die betroffenen Neugeborenen zeigen eine Vielzahl von Symptomen, einschließlich:

  • Körperliche Anomalien (z.B. Herzfehler, Mikrokopf)
  • Schwäche und geringe Muskelspannung
  • Wachstumsverzögerungen
  • Entwicklungsverzögerungen

Wie wird Trisomie 18 diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt meistens während der Schwangerschaft durch Blutuntersuchungen (z.B. NIPT) oder durch Ultraschall. Bei Verdacht kann eine Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden, um genetisches Material zu analysieren.

Wie kann Trisomie 18 behandelt werden?

Es gibt momentan keine Heilung für Trisomie 18. Die Behandlung konzentriert sich auf symptomatische Linderung und Unterstützung:

  • Physiotherapie zur Verbesserung der Muskelspannung
  • Ernährungsberatung und Unterstützung beim Füttern
  • Behandlung von Herzfehlern

Wie beeinflusst Trisomie 18 das Überleben des Kindes?

Die Prognose bei Trisomie 18 ist oft ungünstig. Viele Babys überleben nur wenige Tage oder Wochen nach der Geburt. Schätzungen zeigen, dass nur etwa 5-10% der Kinder das erste Lebensjahr erreichen. Die Überlebensrate kann jedoch variieren, abhängig von der Schwere der Symptome.

Welche Unterstützung gibt es für betroffene Familien?

Familien, die mit der Diagnose Trisomie 18 konfrontiert sind, stehen vor emotionalen und psychologischen Herausforderungen. Es gibt jedoch verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Selbsthilfegruppen, sowohl lokal als auch online
  • Beratungsangebote und Psychotherapie
  • Ressourcen von Organisationen, die sich auf trisomische Erkrankungen spezialisiert haben

Was ist die Rolle der pränatale Diagnostik?

Pränatale Diagnostik spielt eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung von Trisomie 18. Schwangere Frauen sollten über ihre Optionen informiert werden und die Vor- und Nachteile von Tests abwägen. Dies ermöglicht informierte Entscheidungen über Schwangerschaft und Geburt.

Wie kann die Zukunft für Kinder mit Trisomie 18 aussehen?

Obwohl Trisomie 18 mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist, haben einige Kinder mit Edwards-Syndrom erstaunliche Fortschritte gemacht. Mit der richtigen Unterstützung können sie möglicherweise einige Fähigkeiten erlernen und ihre Lebensqualität verbessern. Es ist wichtig, sich nicht nur auf die Diagnose zu konzentrieren, sondern auch auf die Förderung der individualisierten Stärken jedes Kindes.

Schlussfolgerung

Trisomie 18 ist ein komplexes Syndrom, das tiefgreifende Auswirkungen auf betroffene Kinder und deren Familien hat. Auch wenn die Prognose oft besorgniserregend ist, gibt es Hoffnung durch unterstützende Netzwerke und fortschrittliche medizinische Behandlungen. Eltern und Angehörige sollten sich bilden, vernetzen und die Ressourcen nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen, um den bestmöglichen Lebensweg für ihr Kind zu schaffen.

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